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Theodor-Mommsen-Str.4 Duesseldorf - Pablo Molestina
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„WG 60+“ Theodor-Mommsen-Strasse Düsseldorf

Molestina Architekten Köln


Altenwohnen ist am besten gelungen, wenn die Integration älterer Menschen in das Stadtleben unter Bewahrung der
Eigenständigkeit des Einzelnen gelingt. 

Die Raumstrukturen, in denen sich das Leben im Alter abspielt, können in vorhandene Stadtstrukturen perfekt integriert
werden.

Ziel ist, 'Normalität' im Alltag zu bewahren, im Sinne einer optimalen Integration des 'besonderen Wohnens' in das
Stadtleben, während die technischen Maßnahmen, die aus den physischen und geistigen Anforderungen des Altenwohnens
erwachsen, dezent in den Hintergrund treten.

Altenwohnen ist normales Wohnen von hoher Qualität.
Es schließt folgendes ein: 

Raum für ein Leben des Sammeln und Erinnern,
Raum für Freunde und Gäste, die Möglichkeit, in Kontakt mit Nachbarn im Haus zu treten, Gemeinschaftsräume,
Internetanbindung an Freunde und Verwandte, natürliches Licht, Querlüftung, private Freiflächen, Barrierefreiheit im
gesamten Gebäude und dazugehörigen Außenraum.

Urbanität ist ein Instrument, um alte Menschen an der Gesellschaft länger teilhaben zu lassen.

Das kollektive Element im Altenwohnen erfolgt durch zwanglose Begegnungsmöglichkeiten in Gruppenräumen, im gemeinsamen
Garten und auf Terrassen.

Parallel dazu findet jeder Bewohner bequem Rückzug in der eigenen Wohnung. Es besteht kein Kollektivzwang. 

Hauptmieter von „WG 60 +“ ist der Verein „Leben in Gemeinschaft e.V.“.
Der Verein möchte Hausgemeinschaften gründen, in denen jeder für sich, selbst bestimmt, in seiner eigenen Wohnung lebt,
aber aufmerksam für Vereinsmitglieder und Nachbarschaft ist.

Gegenseitige Hilfe im vorpflegerischen Bereich ist Teil des Programms.
Das Gemeinschaftsleben soll aktiv entsprechend der individuellen Interessen, Fähigkeiten, kulturellen Neigungen und mit
sozialem Engagement gestaltet werden.

Wohnen im Quartier – Theodor Mommsen Strasse

Städtebau:

Die städtebauliche Situation im Planungsgebiet der Theodor-Mommsen-Straße ist höchst heterogen und höhenmäßig
gestaffelt. Zumeist werden 2- und 3-geschossige Häuser vorgefunden bis hin zu einzelnen Baukörpern mit 6, 9 und sogar 11
Geschossen.

Im gesamten Gebiet sind fast alle Gebäude von der Straßenkante zurückgesetzt und durch Vorgärten erreichbar. 

Im Block Theodor-Mommsen-Straße, Tersteegenstraße, Erich-Klausener-Straße und Rankestraße sind die Häuserzeilen
unterbrochen, so dass Einblicke in die inneren Grünflächen gewährt werden. Der Eindruck eines durchlässigen,
durchgrünten Quartiers entsteht.

Die Planung an der Theodor-Mommsen-Strasse richtet sich nach § 34 BauGB und sieht ein 5-geschossiges Punkthaus mit 10
Wohneinheiten vor, welches höhenmäßig den Übergang zum 6-geschossigen Gebäudekomplex auf der anderen Straßenseite
bildet.

Die Obergeschosse 3, 4 und 5 lösen sich zunehmend nach oben hin auf, so dass ein plastisches Gebilde entsteht, welches
die Kleinmaßstäblichkeit des Umfelds aufnimmt.

Aufgrund der geringen Grundfläche, im Gegensatz zu einem möglichen Gebäuderiegel an dieser Stelle, wird die
Durchlässigkeit in den Blockinnenbereich beibehalten und bildet somit einen adäquaten Abschluss des Blocks. 

Die Theodor-Mommsen Strasse befindet sich im nördlichen Stadtteil Golzheim. In ca. 800 m Entfernung – 10 Minuten Fußweg
– befindet sich das Rheinufer mit dem Rheinpark.

Es ist eine gute Anbindung an den ÖPNV vorhanden. 


Architektur:

Auf 5 Ebenen befinden sich insgesamt 10 Wohneinheiten für 1 -2 Personen mit Flächen von 57 m2 bis 84 m2. Die Grundrisse
sind funktional und bieten eine hohe Individualität.
Jede Wohnung verfügt über eine eigene Terrasse, Loggia oder Balkon, die versetzt zueinander angeordnet sind und daher
sowohl Kommunikation als auch Rückzug ermöglichen.
Im Untergeschoss befinden sich Mieterkeller, Technikräume und ein Gemeinschaftsraum, der an einen Lichthof (Patio)
angrenzt, der als gemeinsame Außenfläche den Mietern zur Verfügung steht. 
Der Gruppenraum ist mit Küche und Bad ausgestattet und dient sowohl gemeinsamen Veranstaltungen als auch als
Gästezimmer.
Die vertikale Erschließung erfolgt über ein großzügiges Treppenhaus mit großen Fensteröffnungen, die Ausblicke in das
Quartier ermöglichen. Alle Geschosse sind ebenfalls über einen Aufzug erschlossen.   

Das Gebäude definiert einen kleinen Quartiersplatz an dieser Stelle, an dem auch der Haupteingang des Gebäudes liegt und
welcher gleichzeitig den Auftakt zum vorhanden Weg ins Blockinnere darstellt.

Das Gebäude wurde in Massivbauweise aus Stahlbeton und Mauerwerk erstellt. Trennwände innerhalb der Wohnungen sind aus
Gipskarton.
Die Fassaden sind hoch wärmegedämmt und mit einem Wärmedämmverbundsystem mit Feinstputzoberfläche versehen.
Um die skulpturale Form des Baukörpers zu betonen, wurden die Fassadenflächen in unterschiedlichen Grauabstufungen
gestrichen, die Einschnitte in die äußere Fassadengestalt sind weiß. Das lebendige Fassadenspiel wird ebenfalls durch
die weißen Farbflächen um die Fenster akzentuiert. 
Die Rahmen der Fensterelemente in der äußeren Fassadenebene sind mittelgrau, die der großen Elemente in den Einschnitten
weiß.

Die im Blockinneren befindliche Tiefgarage hat 24 Stellplätze, 14 davon für das Quartier und 10 für die Bewohner. Über
das Untergeschoss und den daran anschließenden Innenhof gibt es eine überdachte Anbindung vom Wohnhaus zur Garage. 
10 weitere Stellplätze - für Besucher und Behindertenstellplätze - befinden sich in unmittelbarer Nähe des Gebäudes.	

Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit:

Das Gebäude wurde entsprechend dem Standard KFW 60 geplant.
Die zentrale Warmwasserbereitung für die Wohnanlage erfolgt im Technikraum über Wärmetauscher/Warmwasserspeicher in
Verbindung mit einer Solarenergiezentrale, deren Kollektoren nach Süden gerichtet auf dem Flachdach des Gebäudes
stehen.
Zur Steigerung der Effizienz dieser Anlage wurde zusätzlich ein 1000 l Pufferspeicher eingebaut.
Von der Heizzentrale werden statische Heizflächen, Fußbodenheizung in allen Wohnungen (mit Trennsystem) und die zentrale
Warmwasserversorgung versorgt.
Die Wärmeerzeugungsanlage wird mittels Erdgas versorgt.

Alle technischen Anlagen wurden in Bezug auf Wirtschaftlichkeit und Betriebssicherheit nach dem neuesten Stand der
Technik ausgeführt.